Jeder will die Premiere auf Rollen gewinnen

Jeder will die Premiere auf Rollen gewinnen - Foto: Kai Menze
Annette Frik im Gespräch mit Dirk May bei der heutigen Pressekonferenz in Frankfurt

Mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld feiert die 1. Rhein-Main Skate-Challenge im Rahmen des Radrennens „Rund um den Henninger-Turm“ am 1. Mai seine Premiere. Bernhard Krempl vom Subaru-Bont-Team als amtierender Deutscher Marathonmeister gilt über die 74 Kilometer lange Strecke als Favorit. Der Mörfeldener Lokalmatador Pascal Ramali (Zepto Skate-Team), Deutscher Meister im Teamzeitfahren, rechnet sich über 35 Kilometer gute Chancen aus. Dieser Wettbewerb ist der letzte Härtetest für das bevorstehende Teamzeitfahren des World-Inline-Cup.

„Natürlich wollen wir diese Premiere gewinnen, ob ein Teamkollege oder ich am Ende ganz oben auf dem Treppchen steht, ist für mich nebensächlich“, sagt Pascal Ramali. „Wir starten gut vorbereitet ins Rennen und rechnen uns gute Chancen auf den Sieg aus. Zudem ist es für uns eine gute Vorbereitung auf das vier Tage später stattfindende schwere Teamzeitfahren in Basel.“ Unterstützt wird er unter anderem durch die beiden belgischen Nationalmannschaftsläufer Kwinten Tas und Ferre Spruyt sowie dem Geraer Nico Wieduwilt (11 EM- und WM-Medaillen). Einen Strich durch diese Rechnung zu machen, versucht ein zweiter Lokalmatador: Boris Hahn vom Stadler-Racing-Team aus Groß-Gerau ist amtierender Deutscher Vizemeister über 10000 Meter. Trotz fehlender Teamunterstützung wünscht er sich ebenfalls, als Erster nach 35 Kilometern am Main-Taunus-Zentrum (MTZ) über die Ziellinie zu rollen. Bei den Damen darf sich vor allem das K2-Edition-2007-Team mit Anja Cheylus Chancen auf den Sieg ausrechnen.

Ein großer Schlagabtausch wird beim Rennen über 74 Kilometer erwartet. Gleich drei Worldcupteams meldeten zur Erstauflage dieser Premiere: Das Kölner Zepto Skate-Team, welches bereits vier Fahrer über 35 Kilometer ins Rennen schickt, wird nahezu mit Bestbesetzung am 1. Mai über die lange Distanz an den Start gehen. Dabei werden dem Doppelmarathonmeister von 2004, Christian Domscheid, die besten Chancen eingeräumt. Er gilt als überaus sprintstark und hofft, zusammen mit seinen Helfern Rainer Arnold, Simon Brade und Rico Keppeler auf eine Massenankunft. Genau das wird das Subaru-Bont-Team mit dem amtierenden Deutschen Marathonmeister Bernhard Krempl zu verhindern suchen. Es gilt als überaus angriffslustig. Mit Etienne Ramali, dem Bruder des beim 35-Kilometer-Rennen als Favoriten gehandelten Pascal Ramali, Simon Strobel und Toni Deubner werden die Vier alles daran setzen, einer Sprintankunft aus dem Weg zu gehen. Als drittes Worldcupteam meldete das Team Rollerblade Speedodrom Austria. Der österreichische Nationalmannschaftsfahrer Andreas Wutte hofft mit Heinz Zimmermann ebenfalls auf einen Podestplatz. Die etablierte deutsche Konkurrenz wird hier jedoch versuchen, Paroli zu bieten. Das Expert-Race-Team mit dem amtierenden Deutschen Doppelmarathonmeister Oliver Engel gilt auch als mögliches Siegerteam.

Im Damenrennen wird ein heißer Kampf zwischen der amtierenden Doppelmarathonmeisterin Sabrina Rossow (Experts Race Team) sowie der Deutschen Marathonmeisterin Annette Frik (Zepto Skate-Team) erwartet, die auf eine gute Unterstützung ihres Teams bauen kann.

Zur 1. Rhein-Main Skate-Challenge werden neben Spitzenfahrern auch zwischen 500 und 1000 Fitness- und Freizeitfahrer erwartet, die sich auf eine landschaftlich höchst attraktive und abwechslungsreiche „Sightseeing-Strecke“ freuen dürfen. Meldungen sind noch bis Sonntag, 29. April 2007, unter www.skate-challenge.de/anmeldung.html oder am 30. April im MTZ möglich.

Die Attraktion für die Teilnehmer der 1. Rhein-Main Skate-Challenge: Sie fahren wie die „Jedermänner und –frauen“ auf der Strecke der Weltklasse-Radprofis. „Endlich haben wir einen Kurs gefunden, der nicht wie sonst abseits liegt und auf dem die Skater richtig angefeuert werden“, sagt Dirk May, Organisator des Tuesday Night Skating in Frankfurt, den Veranstalter Bernd Moos-Achenbach zu seiner Unterstützung gewonnen hat. „Eine Schleife durch das wunderschöne Rhein-Main-Gebiet zu fahren, hat für viele Skater einen außergewöhnlichen Reiz.“

Zwei Distanzen stehen den Fahrern der 1. Rhein-Main Skate-Challenge zur Auswahl. Start und Ziel befinden sich wie bei der VeloTour im Main-Taunus-Zentrum. Die hügelige Strecke über 74 Kilometer ist das längste Skate-Rennen in Deutschland, das nicht auf einem Mehrfachrundkurs gelaufen wird. Sie führt durch die schönen Landschaften des Vordertaunus, historische Ortschaften wie Hattersheim, Bad Soden und Hofheim, quer durch die Frankfurter Innenstadt bis zur Darmstädter Landstraße und von dort wieder zurück nach Sulzbach. Weniger konditionsstarken Skatern wird die ebenfalls anspruchsvolle 35 km-Runde angeboten. Auf dieser Strecke rollen die Fahrer über Unterliederbach bis Hofheim durch verschiedene Städtchen direkt zurück ins Main-Taunus-Zentrum, ohne den Umweg durch die Frankfurter City zu nehmen.

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